Nur wenige Stunden nach dem Forellenbesatz in der Oberen Glan hat der Fischotter bereits sein Zerstörungswerk begonnen. Aufsichtsfischer Helmut Gruber und PPS- Otterbeauftragter Dipl.-Ing. (FH) Stefan Jakolitsch dokumentierten erste zerfetzte Forellen. Nicht dass wir dem Otter seine Nahrung neiden wollen; wie Sie auf den Fotos aber sehen können, tötet der Otter die Fische nur, um „Gustostücke“ wie den Kopf oder die Innereien heraus zu fressen. Den restlichen Fisch lässt er liegen.

Bei einem Nahrungsbedarf von 0,5 bis 1 Kilogramm Fisch pro Fischotter und Tag kann man sich gerne ausrechnen, wie viele Forellen jeden Tag zerfetzt werden, damit jeder Fischotter auf 1 Kilo Fischköpfe kommt!

Wie die herbstlichen, genau dokumentierten Abfischungsdaten der PPS zeigen, sind im Spätherbst praktisch keine dreisömmrigen Fische mehr in den Aufzuchtsbächen – die gesamten wild herangewachsenen, erwachsenen Naturfischbestände wurden nämlich vom Otter vernichtet. Ein Umstand, der übrigens von den sogenannten Naturschützern auch gar nicht bestritten wird.
Das in der Natur weitverbreitete Prinzip, dass sich nur erwachsene Tiere vermehren können, gilt aber auch für die Fische. Ein Umstand, der von diesen „Experten“ einfach ignoriert wird. Die vom Otter verschmähten Jungfische können sich nicht vermehren. Das könnten die geschlechtsreifen, mindestens dreisömmerigen Tiere, die hat aber der Otter vertilgt.
Ein natürlicher, dem Fischotter schutzlos ausgelieferter Fischbestand bricht daher innerhalb kürzester Zeit zusammen.
Ach ja – Zäune sollen helfen. Dann zäunt doch probeweise z.B. die Glan ein! Verrohren statt renaturieren wäre auch noch ein interessanter Denkansatz auf diesem für die Fischerei nicht mehr nachvollziehbaren Niveau.

Foto: PPS/Milosevic

Während z.B. die Stadt Salzburg Millionen von Euros in die vorbildliche Renaturierung ihrer Gewässer steckt, dienen diese Renaturierungsabschnitte dann leider zunehmend als Fischvernichtungsstrecken für den außer Kontrolle geratenden Fischotterbestand (die obigen Bilder stammen aus dem renaturierten Abschnitt der Glan).