Im Jahr 1959 erwarb die Peter Pfenninger Schenkung das Pfaffenhäusl bzw. Wörndlgütl, um zu einem eigenen Heim zu kommen, das den Ansprüchen der Fischereiwirtschaft genügen, aber auch den Lieferinger Traditionsvereinen als eine Art „Heimat“ dienen sollte. Im Jahr 1970 wurde der Beschluss zum Neubau gefasst und mit viel Engagement von Kuratorium, Fischerinnung und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern umgesetzt.

Im Jahr 1975 konnte dann das erste und bisher auch einzige Fischerhaus im Land Salzburg feierlich eröffnet werden. 1990 wurde das Haus um einen Anbau für die immer aufwändigere Fischereiwirtschaft erweitert.

Bis heute finden im Fischerhaus der Peter Pfenninger Schenkung auch die Fischermusik Liefering, die Lieferinger Liedertafel, die Kameradschaft Liefering und die Lieferinger Prangerschützen eine kostenlose Unterkunft, der Bezirksfischereirat der Stadt Salzburg ist ebenfalls ein lieber Gast in unserem Haus. 

 Lieferinger Fischerhaus 

Im Eingangsbereich des Fischerhauses findet man das vom 2011 verstorbenen Innungsmitglied Hans Sützl im Jahr 1968 als Kunststein-Einlegearbeit gestaltete Werk "Petrus".



Im Erdgeschoss des Fischerhauses wird die letzte noch erhaltene "Bruderlade" der Lieferinger Fischerinnung aufbewahrt. Diese Bruderlade aus Eiche trägt die Jahrzahl 1776 und befand sich bis 1870 im Stieglbräu. Bis zum heutigen Tag wird am Fischerjahrtag in diese Bruderlade eingezahlt, wofür der nach altem Rezept zubereitete "Fischerkas" gereicht wird.

Bruderlade

Die Statue des Heiligen Ulrich, eines Schutzheiligen der Fischerei, geschaffen vom Holzschnitzer Alfred Brunnbauer, wurde am Fischerjahrtag 2011 geweiht.

Statue des Hl. Ulrich von Alfred Brunnbauer

Von großem handwerklichen Geschick zeigt auch die mit Motiven aus der Fischerei aufwändig gestaltete Beleuchtung im Erdgeschoss des Peter-Pfenninger-Hauses.

Beleuchtung 

Die Aussenfassade des Peter-Pfenninger-Hauses wurde nach historischen Motiven vom bekannten Salzburger Künstler Prof. Wilhelm Kaufmann (1901-1999) gestaltet, der auch das große Fresko an der Lieferinger Volksschule schuf.

Fresko von Prof. W. Kaufmann