Nicht nur die Anzahl der genannten Prädatoren sondern auch deren Verhalten hat sich grundlegend geändert. Der Grau- und Silberreiher hat seine große Scheu vor Menschen abgelegt und diese treten zunehmend als Kulturfolger auf.
Besonders in Städten und in Siedlungsgebieten haben sich Grau- und Silberreiher an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt.

Mittlerweile „spaziert“ und „fischt“ er am hellichten Tag in Bächen, Flüssen und in Teichen mitten in der Stadt und sogar an verkehrsreichen Orten, wie hier auf dem Bild ersichtlichtlich, an der stark befahrenen Guggenmoosstraße an der Glan.
Sie wagen sich sogar in Privatgärten, um dort Fische und Frösche aus Teichen zu erbeuten.


Diese fischfressenden Vögel tragen wesentlich zur Dezimierung von Fischbeständen bei und beeinflussen die Zusammensetzung der lokalen Fauna.


Durch die immer größer werdende Anzahl dieser fischfressenden Prädatoren sind so manche Bemühungen einer naturnahen Aufzucht, wie z.B. der heimischen Bachforelle, schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt.


Bewirtschafter, welche durch ihre Arbeit und finanziellen Einsatz der Erhaltung und Vermehrung autochthoner heimischer Fische ihren Beitrag leisten, stehen nicht selten vor der Tasache, dass die genannten Prädatoren schon im Vorfeld jegliche Bemühungen zunichte machen.


Summa Summarum: Als weit verbreiteter Standvogel üben sie einen konstanten Druck auf Gewässer aus. Sie sind besonders effizient beim „Abfischen“ von bewatbaren Kleingewässern.
Foto: PPS – R. Herbst, H. Gruber, F. Hillinger, G. Rieder
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