Wieder einmal mehr bereitet uns das Saalachkraftwerk in Bad Reichenhall, Ortsteil Kirchberg große Sorgen.

Bei einem der ältesten Bahnkraftwerke der DB – erbaut zwischen 1910 bis 1913, „musste“ wg. Instandsetzungsarbeiten an der Talsperre Kibling, der Stau gelegt werden. Der sogenannte kontrollierte Seeabstau – siehe dazu Foto- und Videodoku – wirkt sich natürlich verherrend auf den gesamten Fischbestand aus und ist auch nicht zu übersehen.


Tonnenweise werden Stauraumsedimente bzw. Stauraumverlandungen in den Unterlauf ausgeschwemmt und das bei einem ohnehin schon sehr niedrigen Pegelstand.

Dies führt unweigerlich zu massiven Ausfällen in der gesamten Fischfauna, im besonderen der auf der roten Liste stehenden Äsche und auch bei allen anderen Fischarten wie Forellen, Aalrute, Koppe und dgl.. Gerade am Beginn der Laichzeit der Bachforelle bedeutet dies einen Totalausfall.


Eine im Schlamm befindliche Jungäsche, welche erst vor wenigen Tagen eingesetzt wurde. Nicht anders wird es auch den tausenden anderen Äschen ergangen sein.
Durch den dzt. Niedrigwasserstand wird natürlich das Problem in ihrer Gesamtheit noch verstärkt und die im Schotterlückensystem lebenden Fischnährtiere wie Insektenlarven werden buchstäblich „einbetoniert“.


Das Schotterlückensystem ist einer der wichtigsten und am stärksten bedrohten Lebensräume in Wildbächen und Flüssen.
Viele heimische Fischarten wie eben der Bachforelle oder der Äschen sind Kieslaicher. Sie legen ihre Eier tief im Schotterlückensystem ab, wo die Larven geschützt vor Strömung heranwachsen und ihren Dottersack verzehren.

Sei es wie es sei, der Wiederaufstau soll ab 13. Oktober erfolgen. Man kann nur hoffen, dass bis dahin genug Niederschläge eintreffen und für eine derartige Maßnahme ausreichen. Dzt. liegt der Abfluss bei unter 10 m3/s.


Ich glaube, diese Fotos bedürfen keiner näheren Erläuterung.
Weitere Fotos und Videoclip’s hier in Kürze
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